Der Embedded Value misst den Aktionärswert des Lebensversicherungsportefeuilles und setzt sich zusammen aus
- dem adjustierten Eigenkapital
- plus dem Wert des Versicherungsbestandes
- abzüglich der Solvabilitätskosten.
Das adjustierte Eigenkapital beinhaltet das statutarische Eigenkapital sowie den Aktionärsanteil an den Bewertungsreserven. Der Wert des Versicherungsbestandes entspricht dem Barwert aller erwarteten zukünftigen statutarischen Erträge nach Steuern aus dem per Stichtag vorhandenen Lebensversicherungsportefeuille. Die Solvabilitätskosten entsprechen den Kosten zur Deckung der Solvabilitätsanforderungen des Geschäftes.
Für die Berechnung des Embedded Value müssen verschiedenste realitätsnahe Annahmen – insbesondere zu den Kapitalerträgen, den Kosten, der Schadenentwicklung sowie der Beteiligung der Versicherungsnehmer am Überschuss – getroffen werden. Die wichtigsten Annahmen sind nachfolgend in einer Tabelle aufgeführt. Die Höhe des Embedded Value ist abhängig von diesen Annahmen, wobei das Ausmass dieser Abhängigkeiten in der Tabelle «Sensitivitäten» siehe Kennzahlen Embedded Value dargestellt wird.
Die Helvetia veröffentlicht an dieser Stelle den Embedded Value, welcher nach der traditionellen Methode berechnet wurde. Im Gegensatz dazu erfasst der European Embedded Value weitere Grössen, wie etwa die im Geschäft enthaltenen Garantien und Optionen: Beide Embedded Value-Varianten stehen in engem Zusammenhang mit dem Shareholder Value und dienen damit der Unternehmenssteuerung. Zukünftiges Neugeschäft findet bei keiner der beiden Varianten Berücksichtigung.
Deloitte & Touche LLP haben die von der Helvetia Gruppe gewählte Berechnungsmethode sowie die der Kalkulation des Embedded Value per 31.12.2007 zugrunde liegenden Annahmen begutachtet. Deloitte erachtet die von der Helvetia Gruppe angewendete Berechnungsmethode zusammen mit deren Annahmen als angemessen und nachvollziehbar und den nachstehend ausgewiesenen Embedded Value auf der Grundlage der gewählten Berechnungsmethode und der entsprechenden Annahmen als ordnungsgemäss erfasst. Im Sinne dieses Berichts hat Deloitte einige von der Helvetia bereitgestellte Daten stichprobenweise kontrolliert, sich dabei aber auf die im Finanzbericht veröffentlichten Finanzinformationen verlassen.
Der Embedded Value wurde für alle Gruppengesellschaften der Helvetia, welche das Lebengeschäft betreiben, vollständig ermittelt. Neben dem Schweizer Lebengeschäft wird das Lebengeschäft in den EU-Ländern Deutschland, Österreich, Spanien und Italien berücksichtigt.
Per Ende 2007 betrug der Embedded Value der Helvetia Gruppe CHF 2223.8 Mio., was einem Anstieg von CHF 342.1 Mio. oder 18.2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der starke Zuwachs beruht vor allem auf höheren Neugeldrenditen im Bereich der verzinslichen Wertpapiere sowie auf einem günstigen Schadenverlauf. Zur Erhöhung tragen auch zwei gegenüber dem Vorjahr zusätzlich modellierte Versicherungsbestände mit CHF 81.2 Mio. bei. Ebenfalls um 49 Prozent zugenommen hat der Wert des gezeichneten Neugeschäftes, wobei diese Zunahme vor allem auf einem höheren Neugeschäftsvolumen sowie auf einer infolge der gestiegenen Neugeldrenditen höheren Neugeschäftsrentabilität beruht.
