Schweiz

Das Schweizer Wirtschaftswachstum entwickelte sich 2007 dank breit abgestützter Impulse von den Exporten und dem privaten Konsum das vierte Jahr in Folge erfreulich. Die absehbare weltwirtschaftliche Verlangsamung dürfte jedoch zunehmend in der EU und in der Schweiz eine leichte Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung mit sich bringen. Angesichts des bis anhin guten Verlaufs im zweiten Halbjahr gehen die ersten Schätzungen von einem Wachstum des Brutto-Inlandproduktes für das gesamte Jahr 2007 von 3.1 Prozent aus. Die Arbeitslosenquote ist dank der guten konjunkturellen Entwicklung weiter gesunken und lag per November 2007 saisonbereinigt bei 2.6 Prozent.

Versicherungsmarkt

Das Schadenvolumen ist gegenüber dem Vorjahr – vor allem verursacht durch den Wintersturm «Kyrill» – leicht gestiegen. Das Prämienvolumen im Lebengeschäft (Einzel und Kollektiv) ist laut Hochrechnung des Schweizerischen Versicherungsverbandes (SVV) im vergangenen Jahr um insgesamt 1.5 Prozent gewachsen. Für den Nicht-Lebenmarkt erwartet der SVV für das Jahr 2007 ein Prämienwachstum von 1.2 Prozent. Die Diskussionen rund um die Höhe des Rentenumwandlungssatzes und die Festlegung der Legal Quote halten weiter an. Das Projekt, eine schweizweit obligatorische Erdbebenversicherung einzuführen, erlitt eine leichte Verzögerung. Die Einführung wird nicht vor dem 1.1.2010 erfolgen. Zudem befinden sich zurzeit zahlreiche Gesetzesvorlagen in der Vernehmlassung; so etwa Novellen zu erhöhter Transparenz und zur Stellung von Versicherungsvermittlern.

Erfolgreicher Start in eine neue Strategieperiode

In der vergangenen Strategieperiode 2004–2006 stand die konsequente Ausrichtung auf nachhaltigen Ertrag im Vordergrund. Mit der neuen Strategie 2007–2010 haben wir uns zusätzlich zu hohen Ertragszielen ambitiöse Wachstumsraten vorgenommen, was im Slogan «Spitze bei Wachstum, Rentabilität und Kundentreue» zum Ausdruck kommt. Mit dem Start der neuen Strategieperiode per Anfang 2007 wurden, basierend auf den Kernkompetenzen in den Bereichen Versicherung und Vorsorge, zehn strategische Stossrichtungen und Wertprogramme zur Unterstützung der Zielerreichung gestartet. Im Vordergrund stehen die Erschliessung neuer Kundenzugänge durch die Weiterentwicklung unseres Vertriebsnetzes, die Vereinfachung unserer Produkte und die noch bessere Verankerung unserer Marke. Zudem werden die Geschäftsprozesse weiter optimiert und vorhandene e-Business-Lösungen erweitert und verfeinert.

Gutes technisches Ergebnis und Stärkung der Marktposition

Nach dem ausgezeichneten Ergebnis des Vorjahres hat die Helvetia Schweiz 2007 wiederum sehr gute Resultate erwirtschaftet. Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich für das vergangene Geschäftsjahr auf CHF 221.8 Mio. Das Lebengeschäft hat sich auch vor dem Hintergrund der schwierigen Kapitalmärkte erfreulich entwickelt und zeigt sich ertragsstark. Dies ermöglicht uns eine hohe Dotierung der Überschussreserven für unsere Versicherungsnehmer. Das technische Nicht-Lebenergebnis zeigt sich trotz Grossschäden im ersten Halbjahr im Vergleich zu 2006 stabil. Das Segment Schweiz ist einerseits von einem etwas tieferen Finanzergebnis aus unserem ausserhalb der versicherungstechnischen Einheiten geführten Anlageportfolio sowie andererseits von Sondereffekten – vor allem Projektkosten – beeinflusst.

Mit dem im Jahre 2006 erfolgten Markenwechsel auf «Helvetia» und einem äusserst erfreulich verlaufenden Sponsoring-Engagement rund um den Skisport konnten wir die Voraussetzung für eine verstärkte kommunikative Differenzierung im Versicherungsmarkt schaffen. «Ganz einfach. Fragen Sie uns!»; so lautet in unserer neuen Markenoffensive unser Kundenversprechen. Damit bieten wir uns auf dem Markt nicht nur als Partner für Sicherheit und hohe Servicequalität an, sondern gewährleisten zudem für unsere Kunden in einer immer komplexer werdenden Umwelt einen zusätzlichen Nutzen in Form von Einfachheit. Auch bauen wir weiterhin auf unser Vertriebsnetz: Neben dem flächendeckend operierenden eigenen Aussendienst und dem Marktzugang über Broker setzen wir im Privatkundengeschäft auch auf die Kooperation mit der Raiffeisen-Gruppe. Mittels dieser einzigartigen Partnerschaft konnte neu die Gebäude- und Bauversicherung in den Hypothekar-Beratungsprozess des Raiffeisen-Beraters integriert werden. Die Raiffeisen-Gruppe leistet einen Beitrag von rund 10 Prozent zum Neugeschäft in der Branche Einzel-Leben. Die Kooperation im Nicht-Lebengeschäft wurde im Jahr 2006 lanciert und bringt in einzelnen Branchen bereits einen sehr erfreulichen Beitrag. In der beruflichen Vorsorge bauen wir weiterhin auf die Zusammenarbeit mit dem Verband Schweizerischer Kantonalbanken. Unter dem Label «Swisscanto» bieten wir via Kantonalbanken gemeinsame Vorsorgelösungen an, welche zum erfreulichen Gesamtwachstum im Kollektiv-Leben beigetragen haben.