Verlauf: 

Das Anlagegeschäft

Kapitalanlagen 2007 (Tortendiagramm)

Das Anlagejahr 2007 teilt sich in zwei Hälften mit höchst unterschiedlichem Charakter. Auf der Grundlage eines robusten weltwirtschaftlichen Wachstums erreichten viele Aktienmärkte bis Ende Mai neue Höchstmarken, während die Zinsen markant anstiegen. Die in der zweiten Jahreshälfte immer deutlicher spürbare Subprime- und Kreditkrise bereitete der guten Stimmung ein jähes Ende. Aufkommende Unsicherheit und Vertrauensverluste verdrängten die zuvor herrschende Euphorie. Die Aktienmärkte gaben ihre Gewinne mit Ausnahme der fernöstlichen Märkte und Deutschland wieder preis, und die Zinsen entwickelten sich rückläufig. Mit ausserordentlichen Liquiditätsspritzen konnten die Zentralbanken zwar Schlimmeres verhindern, es gelang aber nicht, der zunehmend labilen Marktverfassung Einhalt zu gebieten.

In diesem Umfeld wurde einerseits die im Vorjahr eingeleitete solvenzorientierte Anlagepolitik fortgesetzt, andererseits schenkten wir einem zeitnahen Risikomanagement höchste Aufmerksamkeit.

Die Duration der Anlageportefeuilles für das Lebensversicherungsgeschäft wurde weiter erhöht, die Laufzeitenlücke zwischen den verzinslichen Anlagen und den Verbindlichkeiten aus der Lebensversicherung konnte damit weiter reduziert werden. Das steigende Zinsniveau verstärkte diesen Effekt und sorgte für ein willkommenes Ansteigen der direkten Erträge. Um die bilanziellen Risiken der längeren Laufzeiten abzufedern, wurden die neu zur Veranlagung anstehenden verzinslichen Werte vornehmlich in «held to maturity» oder als «loans and receivables» klassifiziert. Insgesamt beträgt der Anteil dieser Bewertungskategorien 50.4 Prozent aller verzinslichen Anlagen.

Die Asset-Allokation erfuhr praktisch keine Veränderung. Die Aktienquote liegt bei 8 Prozent, das Gewicht der festverzinslichen Wertpapiere wurde zulasten der Geldmarktanlagen um gut 1 Prozentpunkt angehoben. Die Anteile von Immobilien und Hypotheken betragen praktisch unverändert 14 und 11 Prozent. Damit liegen alle Anlageklassen innerhalb der vorgegebenen strategischen Bandbreiten.