Verlauf: 

Deutschland

Die deutsche Wirtschaft hat sich im vergangenen Jahr weiterhin positiv entwickelt. Das Wachstum des Bruttoinlandproduktes lag 2007 bei 2.5 Prozent, was auch zu einer Verbesserung der Situation am Arbeitsmarkt beigetragen hat. Gestützt wurde die Konjunktur von den Unternehmensinvestitionen und dem Export, während der private Konsum stagnierte und sogar um –0.1 Prozent zurückgehen wird. Die Realeinkommen 2007 bleiben abermals unverändert.

Stagnation im Versicherungswachstum

Die deutsche Versicherungswirtschaft hat an der verbesserten konjunkturellen Grundstimmung der letzten beiden Jahre kaum partizipieren können. Die gering verbesserte wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte, branchenspezifische Faktoren wie der intensive Wettbewerb oder die Auswirkungen politischer Reformen wirkten erneut dämpfend auf die Beitragsentwicklung. Diese dürfte für die Gesamtbranche 2007 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert geblieben sein.

In der Lebensversicherung zeichnet sich eine Stagnation des Beitragsaufkommens ab, wobei sich der Trend gegen die Kapitalversicherung und zugunsten der Rentenversicherung sowie der fondsgebundenen Lebensversicherung fortsetzt.

Im Nicht-Lebengeschäft werden die Beitragseinnahmen nach dem Rückgang im Vorjahr voraussichtlich nochmals um 0.4 Prozent sinken. Dies ist auf den anhaltend hart umkämpften Markt mit teilweise deutlichen Preiszugeständnissen und Deckungserweiterungen zurückzuführen.

Den erneut leicht rückläufigen Beitragseinnahmen steht daher 2007 ein deutlicher Anstieg der Aufwendungen für Geschäftjahres-Schäden gegenüber. Dazu haben nicht zuletzt auch die Schäden beigetragen, die der Wintersturm «Kyrill» zu Jahresbeginn verursacht hat.

Nachhaltiges Ergebnis trotz «Kyrill»

Bei Helvetia Deutschland, die mit einem Ergebnis von CHF 50.2 Mio. auf Vorjahresniveau abschliesst, erzielte das Nicht-Lebensegment trotz einer durch Wintersturm «Kyrill» belasteten Technik ein starkes Ergebnis und vermochte – gestützt durch den Anlageertrag – sogar das geringfügig tiefere Lebenergebnis zu kompensieren. Trotz der Unwetter im ersten Halbjahr liegt die Netto-Combined Ratio mit 100.4 Prozent nur knapp über dem Vorjahr. Dies ist auf eine ausgewogene Zeichnungs- und Rückversicherungspolitik, ein weiterhin strenges Kostenmanagement sowie Effizienzsteigerungen zurückzuführen. Beispielsweise wurden ein neues Bestandesführungssystem im Privatgeschäft eingeführt und die im Rahmen der Strategie 2007–2010 beschlossene hierarchische Verflachung der Vertriebsführung (die Bezirksdirektionen in den neuen Bundesländern sowie in Hamburg) umgesetzt. Dadurch sind nunmehr landesweit einheitliche Organisationsstrukturen geschaffen worden. Um das Wachstum zu forcieren und die Betreuungsqualität für unsere Kunden noch weiter zu verbessern, wurden Investitionen in den weiteren Ausbau des Vertriebskanals der Ausschliesslichkeitsorganisation getätigt. Es konnten bereits zahlreiche neue Vermittler gewonnen werden. Zudem wurde im Rahmen des Projektes «Qualität + Service» das Vertriebsunterstützungstool «Profil.as» eingeführt, das eine bessere und noch zielgerichtetere Betreuung der Fremdvermittler ermöglicht.