Verlauf: 

Österreich

Die österreichische Wirtschaft wuchs im Jahr 2007 um 3.4 Prozent, die dynamische Entwicklung des Jahres 2006 konnte fortgesetzt werden. Die lebhafte Exportkonjunktur ist weiterhin eine tragende Säule, dabei profitiert die österreichische Wirtschaft besonders von Ausbau und anhaltender Dynamik der Märkte in Zentral- und Osteuropa. Der Konjunkturhöhepunkt scheint aber durch die etwas ungünstiger eingeschätzte Weltkonjunktur überschritten.

Wettbewerbsumfeld

Nach einem Volumenzuwachs von 1.9 Prozent 2006 erzielte die Versicherungswirtschaft im Berichtsjahr mit wiederum 1.9 Prozent einen Prämienzuwachs, der unter dem Wirtschaftswachstum lag. Die Nicht-Lebensversicherung wuchs dank einer Dynamisierung im Sach-Bereich um insgesamt 3.1 Prozent. Die Lebensversicherung blieb mit einem Gesamtzuwachs von 0.4 Prozent hinter den Erwartungen. Ein Teil des geringen Wachstums erklärt sich durch den Rückgang der Einmaleinlagen um 6.6 Prozent im Berichtsjahr. Wachstumsmotor bleibt im Lebenbereich die fondsgebundene Lebensversicherung – sowohl gegen laufende Prämie als auch bei den Einmaleinlagen konnten zweistellige Zuwächse erzielt werden.

Erfolgreicher Wechsel

Das Jahr 2007 stand in Österreich im Zeichen der Stärkung der Positionierung unter der neuen Marke. Mit breitflächiger Imagewerbung konnte eine weitere Steigerung der Bekanntheit erreicht werden. Zudem vollzog sich ein Wechsel an der Unternehmensspitze. Bei Helvetia Österreich wurde Burkhard Gantenbein per 1.6.2007 zum neuen Vorstandsvorsitzenden bestellt. Dieser folgte damit auf Stefan Loacker, der nach erfolgreicher Tätigkeit in Österreich zum Vorsitzenden der Geschäftsleitung der Helvetia Gruppe nach St.Gallen berufen wurde.

Verbesserung des Ergebnisbeitrages

Sowohl im Leben- als auch im Nicht-Lebengeschäft konnte das Resultat der österreichischen Gruppengesellschaften weiter verbessert werden.

Im Lebengeschäft entwickelte sich der Ergebnisbeitrag erfreulich und über Vorjahresniveau. Dies trotz einer ausserordentlichen Belastung aufgrund eines Urteils des Obersten Gerichtshofes für die gesamte österreichische Versicherungsbranche zur Abgeltung von Forderungen aus Stornoabschlägen und Abschlusskosten. Diese positive Entwicklung ist vor allem auf das Finanzergebnis zurückzuführen, das trotz volatiler Aktienmärkte gesteigert werden konnte.

Die kontinuierliche Verbesserung der Ertragssituation im Nicht-Lebengeschäft konnte auch im Berichtsjahr fortgesetzt werden. Die Portefeuillequalität kann weiterhin als sehr gut bezeichnet werden, zeigt doch die ausgewogene Diversifikation, dass auch Naturereignisse wie der Wintersturm «Kyrill» auf Jahresebene zu keiner grossen Volatilität führten. Der Netto-Schadensatz verbesserte sich gegenüber 2006 deutlich und liegt im Mittel der letzten drei Jahre. Insgesamt ist die Netto-Combined Ratio mit 100.1 Prozent trotz «Kyrill» robust und leicht unter dem Vorjahr.

Das Finanzergebnis präsentiert sich in Summe plangemäss gut auf Basis einer konservativen Anlagepolitik. Insgesamt ist es der Helvetia Österreich somit auch im Berichtsjahr ein weiteres Mal gelungen, ihren erfolgreichen Weg der kontinuierlichen Verbesserung der operativen Ertragskraft fortzusetzen.