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Verlauf: 

Spanien

Die spanische Wirtschaft hat sich im vergangenen Jahr weiter dynamisch entwickelt, lag doch der Zuwachs des Bruttoinlandproduktes gemäss aktueller Hochrechnung bei 3.8 Prozent. Der Zinsanstieg und die negativen Auswirkungen der Subprime-Krise, ausgehend von Schwierigkeiten im US-Immobilienmarkt, haben jedoch ihre Spuren beim privaten Konsum und beim Wohnungsbau zum Jahresende hinterlassen, weshalb die Wachstumsprognose für das Bruttoinlandprodukt für 2008 etwas verhaltener gesehen wird. Die Inflation lag mit geschätzten 4.2 Prozent über dem Mittel der Europäischen Union.

Dynamik auf dem Versicherungsmarkt

Nach ersten Einschätzungen ist der spanische Versicherungsmarkt 2007 etwas weniger stark gewachsen als in den Vorjahren, weist aber mit geschätzten 6–7 Prozent immer noch eine überdurchschnittliche Wachstumsdynamik auf.

Durch die Abschaffung der Steuerprivilegien in der Lebensversicherung im Zuge der Steuerreform zeigte der Leben-Bereich generell eine moderate Entwicklung. Als Wachstumstreiber erwiesen sich Risiko-Leben- und Unit-linked-Produkte, welche als alternative Anlageformen von der mittlerweile erfolgten Abkühlung des Immobilienmarktes profitieren konnten.

Das Wachstum im Nicht-Lebengeschäft war im vergangenen Jahr ähnlich wie in den Vorjahren ansprechend. Dabei wiesen besonders das Haftpflicht- und das Krankenversicherungsgeschäft sehr erfreuliche Wachstumsraten auf. Hingegen hielt im Motorfahrzeugsegment der Preisdruck unter anderem durch den Markteintritt neuer Wettbewerber sowie reduzierter Autoverkäufe unvermindert an. Auch bei Hausratversicherungen und im Firmenkundengeschäft war es schwieriger, an die Erfolge in der Vergangenheit anzuknüpfen.

Im Lebengeschäft birgt der spanische Versicherungsmarkt nach wie vor ein enormes Wachstumspotenzial – liegen hier doch die Prämien pro Kopf sowie die Versicherungsdurchdringung (Anteil der Prämien am Bruttoinlandprodukt) weiterhin markant unter dem westeuropäischen Mittel.

Auch das Jahr 2007 hat etliche neue Regulierungsvorschriften mit direkten Auswirkungen auf das Versicherungsgeschäft gebracht. Die Finanzvermittler konnten im vergangenen Jahr ihre Marktstellung behaupten, wohingegen der Bankenvertrieb unter der Immobilienkrise und dem damit in Zusammenhang stehenden Verkauf von Versicherungsprodukten in Kombination mit Hypotheken litt. Auf der anderen Seite baute der Eintritt des Bankenvertriebs in die Nicht-Lebensparte durch die Vornahme hoher Investitionen zusätzlichen Wettbewerbsdruck in der Branche auf.

Ausgezeichnete Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis vor Steuern stieg 2007 um rund 14 Prozent auf ausgezeichnete CHF 125.5 Mio., wobei sowohl das Nicht-Leben- als auch das Lebengeschäft zu diesem Erfolg beigetragen haben. Der Anstieg im Lebengeschäft, welches ein sehr gutes technisches Ergebnis aufweist, resultierte aus dem guten Risikoverlauf. Aber auch im Bereich Nicht-Leben konnte das Ergebnis deutlich gesteigert werden, obwohl das Vorjahresresultat durch einen positiven Sondereinfluss aus der Bewertung des Immobilienbestandes geprägt war. Im Nicht-Lebengeschäft machte sich der weiterhin günstige Schadenverlauf bemerkbar, der sich gegenüber der bereits sehr guten Entwicklung 2006 noch weiter verbesserte. Die Netto-Combined Ratio liegt mit ausgezeichneten 85.3 Prozent unter dem sehr guten Vorjahresniveau, wobei hier quer durch alle Sparten ein sehr günstiger Trend zu verzeichnen ist.